Züritipp: Plötzlich verliebt

Bonjour Ben war Reggae-Fan. Dann hörte er einen besonderen Song – und wollte nur noch House.

Seine ersten Tracks waren bereits ein Erfolg. Wenige Monate, nachdem Ben Balzer alias Bonjour Ben sein eigenes Equipment gekauft hatte, balgten sich zahlreiche Clubs und Blogs um ihn. Dabei mochte der gelernte Krankenpfleger eigentlich gar kein House. «Ich bin übelster Reggae-Fan», erklärte Bonjour Ben noch vor drei Jahren in einem Interview. «Ich atme fast gelb-rot-grüne Luft.» Doch seine Freunde teilen seine Leidenschaft nicht, schleppen ihn in ihre Lieblingsclubs. Als ihm ein Kollege schliesslich den Track «Abayomi» von Niconé zeigte, änderten sich seine Meinung und seine Vorliebe schlagartig. Bonjour Ben schwärmte im Jahr 2013: «Die Nummer hat mich sofort in ihren Bann gezogen … Wahnsinn, ich bekomme immer noch Gänsehaut!»

Nach den ersten zaghaften Versuchen lernte Bonjour Ben bald DJs kennen, denen er beweisen konnte: Das ist nicht nur ein kurzer, elektronischer Flirt. Fleissig tingelte er in Rostock durch die kleinen und grösseren Lokale, schloss sich bald Meerblick Records an. Das Label und Kollektiv feierte in seiner Heimatstadt regelmässig Partys mit ausgefallenen Dekorationen.

Seither sind einige Jahre vergangen, das Interesse an dem Mittzwanziger ist aber geblieben. Er wird oft gebucht, für verschiedene Blogs fertigt er regelmässig Sets und Podcasts an. Ebenso fleissig bestückt er seinen Soundcloud-Account. «Your mixes never fail <3», hat einer seiner Fans unter den neusten Track «Herzfrequenz» geschrieben. Recht hat er.

#Club #Züritipp

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