Surprise: Grease im Gerbergässli

Das 8. Gässli Film Festival in Basel zeigt 50 Werke lokaler und internationaler Regisseure. Und lässt das Publikum über New York fliegen.

Das neue Autokino in Pratteln und das etablierte Gässli Film Festival mitten in der Stadt: Beides verdanken die Basler Giacun Caduff. Er studierte in den USA Film, kehrte vor sieben Jahren zurück – und führte wenige Monate später das erste Gässli Film Festival durch. Im letzten Sommer haben es rund 2000 Menschen besucht – ein neuer Rekord. Der mehrtägige Anlass findet noch immer auf dem – kleinen – Rümelinsplatz beim Gerbergässlein statt. «Auch an der Grundidee halten wir fest», erklärt Festivalgründer Giacun Caduff. «Wir wollen die Basler Szene stärken.» Die Werke, die um den Gässli-Hauptpreis und um den Nachwuchspreis kämpfen, müssen irgendwie mit der Stadt verbunden sein. «Das kann durch einen Basler Kameramann sein oder durch einen Regisseur, dessen Heimatstadt Basel ist.» Insgesamt werden in vier Kategorien Preise vergeben. «So werden alle Levels abgedeckt», meint Giacun Caduff. «Wir möchten dem Publikum schliesslich zeigen, was andere Kreative so machen. Nicht nur in der Schweiz.» Deshalb sind auch Filme zu sehen, die bereits mit einem Oscar ausgezeichnet wurden. Filmproduzent und Festivalleiter Caduff lädt an jedes Gässli Film Festival einen Ehrengast ein, der seine Werke vorstellt, Tipps gibt und Tricks verrät. Dieses Jahr reist Randal Kleiser an, wie Giacun Caduff verrät. «Heute ist er vielleicht in Vergessenheit geraten, aber in den Achtzigerund Neunzigerjahren hat er grossartige Filme gedreht.» So mag es sein, dass der Name Kleiser dem breiten Publikum nicht mehr viel sagt, während die berühmtesten Filme des heute 70-jährigen Regisseurs jeder kennt: Grease mit John Travolta und «The Blue Lagoon» mit Brooke Shields.

Dieses Jahr bietet das Programm zudem einen besonderen Schwerpunkt: Vom 29. August bis zum 4. September ist auf dem Gässli eine Virtual-Reality-Experience-Installation zu sehen. Ein Kino-Erlebnis, bei dem sich das Publikum spezielle Brillen aufsetzt und so das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein. «Solche Filme wurden noch nie an einem Deutschschweizer Festival gezeigt», erklärt Giacun Caduff. Besonderes Highlight? Zwei Tage lang haben die Besucherinnen und Besucher Zeit, die Installation «Birdly» zu erleben: Sie zeigt New York aus der Vogelperspektive.

Erschienen in der Surprise am 26.08.2016.


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